schrauben

wieder in form

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die obere traverse nach den regeln der kunst von innen mit den kotflügeln verschweisst. keine gelötete – ou pire – gespachtelte naht verrät später den eingriff auf den ersten blick. die passgenaue angleichung der blechteile wurde ausserdem mit flüssigem zinn vorgenommen. so wie sich das gehört. und die haube war ab werk nicht besser eingepasst. garantiert nicht. die ganze reparatur für 17hundert. inkl. richtbank. DAS hätte ich nicht erwartet, und mein grosser dank gilt hier hanspeter, welcher mit viel liebe zum blech und noch besserer laune die wiedergeburt meiner geliebten berline erst möglich gemacht hat. in zwei wochen kommt die technik wieder rein und das kontrollschild dran. dann geht’s auf die suche nach einem lackierer, welcher die karre für 3’000.– rundum anständig anmalt. das wird nicht einfach. aber: wird’s teurer, wird’s nächstes jahr. dafür fahren wir dann im sommer ‚en route‘ im mad-max trimm.

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Kategorien:schrauben

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12 replies »

  1. „Die Geschichte ist verbürgt, sogar geschichtlich, man schreibt Dezember 1940.
    Sie stammt von James Joyce, dem Autor der unstabilen Zeit.

    Er verbringt das letzte Weihnachten vor seinem Tod in der Schweiz. Sein Gastgeber ist der Kunsthistoriker und Architekturkritiker Siegfried Giedion, Autor des Manuskripts „Space, Time and Architecture“, gewissermassen ein Dokumentar der gefrorenen Zeit.

    Sie unterhalten sich darüber, ob sie einige neu errichtete Gebäude in der Nachbarschaft besuchen wollen – alle weiß und schmuck, erbaut von Marcel Breuer.

    Joyce verweigert den Ausflug, indem er auf die „schönen Wände und Fenster“ des im traditionellen Stil erbauten Hauses, in dem sie vor dem offenen Kamin sitzen, verweist.

    Im selben Atemzug macht er sich lustig über die Fixierung der Schweizer auf Reinlichkeit und Ordnung. Es ist jene Fixierung, die einerseits Giedion in seinen Schriften und anderseits Breuer in seinen Gebäuden ausdrücken: die triumphale Macht der Moderne verbannt Zeit und Flecken. „Sie wissen gar nicht wie schön Schmutz ist“, sagt Joyce zu Giedion.

    Es scheint, als seien diese Worte Breuer übermittelt worden. Als alternder Mann, der selbst Spuren der Zeit trägt, baut er das Kaufhaus De Bijenkorf in Rotterdam: schmutzige, verdichtete Zeit.“

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