fahren

ganz unten

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der tag begann sonnig und gut. um dann später ganz unten zu enden. eine stunde nach arbeitsbeginn liefert mir frédéric meine berline frei büro, mit dem hinweis, alles sei wieder in ordnung. was allerdings genau nicht in ordnung war bleibt immer noch unklar. meine neugier nicht im zaum halten könnend, muss ich dringend auf probefahrt. arbeitszeit hin oder her. akutes magenbrennen vorschützend, fahre ich los in richtung nächstliegender pharmacie. bereits nach wenigen metern wird klar, dass hier gar nichts gut ist. das pedal lässt sich bis zum blech durch drücken. es bremst – sogar geradeaus – aber leider bleibt die bremswirkung mehr oder minder symbolisch. hä? dunkle gewitterwolken ziehen vor die morgensonne. vorsichtig transportiere ich die berline zurück zu frédérics werkstatt. er kann es zwar kaum glauben, aber dass da noch luft in den systemen zurückgeblieben ist, scheint die einzig plausible erklärung für das weiche pedal zu sein. also noch einmal die vorderen beiden bremsen entlüftet. und siehe da: das pedal ist beim ausdergaragefahren wieder hart wie es sein muss. also raus aus der boxengasse, auf die hauptstrasse. ordentlich beschleunigen und ausserorts gleich mal in die eisen steigen. erst gefühlvoll: alles gut. dann heftig. zum glück hatte ich beide hände am lenkrad. denn dieses schlug es mir beinahe um die ohren. das rechte rad bei 80 km/h blockierend, suchte mein blick schon nach einem geeigeten landeplatz, 20m unterhalb der böschung. mann ich hab‘ kinder! horror. und man ahnt es, die zange löst sich nicht mehr. die 800m zurück zur werkstatt legt die berline mühsam in der zweiten fahrstufe, mit am ende rauchenden bremsbelägen, zurück. frédéric kratzt sich diskret hinter dem ohr und verzieht leicht besorgt die miene. er tippt nun auf zugequollene brems-schläuche. das gleiche meint mein telefonjoker. aber solch antike ersatzteile kriegt man in dieser gegend nicht gerade an der nächsten strassenecke. und frédéric weiss, was es bedeutet, mir einen ersatzwagen aus seinem fuhrpark anzubieten. ganz unten.

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Kategorien:fahren, macht uns nervös

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